Ein Baby will getragen sein

Der Wunsch nach beständiger Nähe ist ein Grundbedürfnis eines Babys. Dies ist in unserer Kinderwagengeneration leider ein wenig in den Hintergrund gerückt.

Die Anatomie eines Neugeborenen
Wir unterscheiden in der Verhaltensbiologie von drei Arten Jungentypen: Traglinge, Nesthocker und Nestflüchter. Der Mensch gehört zu den Traglingen. Wir sehen dies bereits an der Anatomie der Babys: Sie nehmen oft eine Körperhaltung ein, bei welcher sie die Beine anziehen und die Arme ausbreiten, so als wollten sie etwas umfassen. Diese natürliche Haltung kommt aus unserer Evolution, wo sich die Säuglinge noch an ihre Mütter klammerten. Der Reflex, sich festzuklammern, existiert bei Babys heute noch. Die sogenannte ‚Spreiz-Anhock-Haltung’ der Beine bleibt erhalten, bis das Kind auf eigenen Füssen steht. Diese Anatomie hat sich also noch in keiner Art und Weise auf den Kinderwagen angepasst, wo die Babys mit geradem Rücken liegen. Nach der Geburt müssen sich die Wirbelsäule, das Becken, die Beine und die Knie erst auf den aufrechten Gang vorbereiten.

tragen

Im Rausch der Sinne
Wird ein Baby getragen, werden nahezu alle Sinne angesprochen: Körperkontakt und Bewegungsreize sind die intensivsten Signale einer liebenden Mutter/eines liebenden Vaters. Der akustische Sinn wird durch die Stimme und den Herzschlag angeregt – Geräusche, welche ja schon sehr vertraut sind aus der Zeit im Bauch. Auch der Geruch eines dem Baby vertrauten Menschen ist eine beruhigende Komponente. Das Kind lernt so sehr früh Nähe und Geborgenheit kennen, welches automatisch ein gesundes Selbstvertrauen erzeugt.

Dies nur einige Informationen über die positiven Effekte des Tragens. Weitere Informationen über die vielen Vorteile des Tragens finden Sie in der angegebenen Literatur.

Vorteile

    Sicher
    Stilvoll
    Praktisch
    Leicht